Kosmisches Geschehen

Der Schrei eines berstenden Sterns

fährt unter Haut und Haar, in Mark und Bein
treibt Splitter ins Fleisch
die Nova unters Schädeldach

Kosmisches Geschehen tragen
macht unruhig

 

(1979, neu bearbeitet 2018)

Literaturpreis Skoutz Awards – Voten für „Das Alien tanzt Kasatschok“

 

Das Alien tanzt Kasatschok

Die Anthologie „Das Alien tanzt Kasatschok“ 👽👽👽 mit meiner Short-Story „Sagen Sie ok…“ hat die Midlist des arrivierten Skoutz Awards erreicht. Damit wurde sie mit acht anderen unter 200 Anthologien für das „Halbfinale“ ausgewählt. Nun braucht sie wieder eure Stimmen um ins Finale zu kommen :)

„Das Alien tanzt Kasatschok“ ist eine Sammlung von Science-Fiction Kurzgeschichten aus einem hinterhältig-aberwitzigen Universum. Weltuntergangsszenarien gibt es in der Science-Fiction zuhauf, diese Anthologie präsentiert das Gegenteil: Einen Blick in die Zukunft von lustig und heiter bis skurril und absurd.

Btw: Beim Nachfolgeband „Das Alien tanzt Polka“ ist das Lektorat abgeschlossen und wird in den nächsten Monaten erscheinen. Auch ich darf wieder dabei sein mit der vertrackt-skurillen Story „Eine kurze Geschichte mit Zeit“.

Um es mit zwei anderen Anthologien in die Endrunde des Literaturpreises zu schaffen, muss kräftig gevotet werden. Leider ist die Angabe der Emailadresse eine kleine Hürde. Entschädigt wird man durch zahlreiche Anregungen aus 12 Kategorien von Crime über Erotik bis zeitgenössische Belletristik. Ich zum Beispiel habe das Buch „Das Glas-Universum – Wie die Frauen die Sterne entdeckten“ von Dava Sobel für meine Liste aufgespürt und auch „Der englische Botaniker: Historischer Roman über die Entdeckung des Tees“ macht neugierig.

Zeit ist…

(… was die Uhr zeigt! Albert Einstein)

Was sollen die Uhren mir schon sagen, kaputt wie die sind?
Schabst Augenblicke aus den Blöcken Zeit
die Stunden, die Tage
Lebst sie auseinander, wie es sich gehört
.
Da stell ich mir die Zeiger selber vor und nach

 

Zeit ist, was die Uhr misst
Zeit ist, was die Uhr misst

Der Weg von und nach Assisi

gerade jetzt
oder nur da, wo
oder sogar weil alles auseinander fällt:

Ein schräges Grün, Halm für Halm,
so schräg wie der Weg von und nach Assisi sind
– auch wenn es nicht so aussieht –
Parallelen, die kreuzen sich im Unendlichen
just und genau hier

 

Feldgehölz, Aquarell 2014

Quadratur

Denn das ist dein Geschenk:
Du gibst den Dingen Form und Festigkeit
und bleibst, wenn alle fliegen

zwingt die Quadrate
Ein Kreis darin hat dennoch
Sehnsucht nach geraden Winkeln

Sprechen über Heimat

Sprechen über Heimat (vielleicht kein Gedicht)

Das Wort „Heimat“ ist seit dem 15. Jhd. nachweisbar. Die etymologische Herkunft ist die indoeuropäische Wurzel „kei“, der Ort, an dem man sich niederlässt.
Bis ins 19. Jhd. war „Heimat“ ein juristischer Begriff mit geographischer Orientierung. Im Zuge der Industrialisierung und den damit verbundenen gesellschaftlichen Umwälzungen erfolgte im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jhd. ein fundamentaler Bedeutungswandel. Der Heimatbegriff wurde im bürgerlichen Zeitgeist zu einem idealisierten Bild von Bindung und Innigkeit.

 

(Zyklus Heimat, 3/7)

Ohne Bedeutung

Der Stärkste, schrieb Schiller,
der der Heimat Geflüchtete,
ist am stärksten allein.

Bis ins Grab. Blieb eigen
Ohne Bedeutung die Erde
die man auf ihn warf.
Sollt ihr doch suchen!

 

(Zyklus Heimat, 7/7)