Vom Augenblick beschirmt

Vom Augenblick beschirmt
zieht Welt um Welt aus dem Zylinder:
Schwerelose, Zeitlose.

pflückt sich die Worte aus der dünnen Luft
mit spitzem Finger, prüft
den Ruß der Feder

wirft Menetekel an die Wand.
Manchmal ist die Welt anders, manchmal
ist es offensichtlich, was man nicht sieht
Armer Poet!

Johann Seidl, Juni 2103

In Verneigung vor Carl Spitzweg

gerade jetzt, oder nur da, wo

gerade jetzt, oder nur da, wo oder sogar weil alles auseinander fällt:

Ein schräges Grün, Halm für Halm, so schräg wie der Weg von und nach Assisi sind – auch wenn es nicht so aussieht – Parallelen, die kreuzen sich im Unendlichen, just und genau hier.

rattenfee: Ich dachte die Nachtviole blüht nur nachts!?

banklsenger: Nachts spielt sie auf mit ihrem Duft, die Staubblätter geigen am Stempel, die Blüten schwingen sich Nektar trunken Richtung Mond. Die Musik der Moleküle treibt durch´s Dunkle dem Morgen zu und lockt die Rattenfeen und Mäusekönige aus den Hameln dieser Welt ins Dort, wo Tag und Nacht!